Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG)

Anforderungen zielgerichtet erfüllen. Speziell für Unternehmen der Transportlogistik.

Am 18. November 2023 ist das Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland (Energieeffizienzgesetz - EnEfG) in Kraft getreten. Unternehmen mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch der letzten drei Kalenderjahre, von mehr als 7,5 Gigawattstunden sind dazu verpflichtet, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem (DIN EN ISO 50001 oder EMAS) einzurichten und Umsetzungspläne für alle als wirtschaftlich identifizierten Endenergieeinsparmaßnahmen zu erstellen und zu veröffentlichen. Die Pflicht zur Erstellung und Veröffentlichung der zuvor genannten Umsetzungspläne gilt außerdem, für alle Unternehmen mit einem jährlichen Energieverbrauch von mehr als 2,5 Gigawattstunden, die gem. §1 EDL-G zur Durchführung eines Energieaudits verpflichtet sind.

Als Faustregel gilt: Ab einem Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich ca. 753.000 Litern (Diesel) haben Sie einen Energieverbrauch von mehr als 7,5 GWh. Ab einem Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich ca. 251.000 Litern (Diesel) haben Sie einen Energieverbrauch von mehr als 2,5 GWh.

Das sollten Sie als nächstes tun. Ihre nächsten Schritte:

1. Kostenfreie Checkliste ausfüllen


Füllen Sie unsere kostenfreie Checkliste aus und Sie erhalten umgehend Rückmeldung, ob Sie unter die Vorgaben des Energieeffizienzgesetzes (Energie- oder Umweltmanagementsystem) und/ oder des  Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen (Energieauditpflicht) fallen.

2. Energieverbrauch erfassen und berechnen


Ermitteln Sie den Gesamtenergieverbrauch der letzten vier Kalenderjahre (2020, 2021, 2022 und 2023). Bringen Sie die erfassten Verbräuche auf die Einheit Kilowattstunden bzw. Gigawattstunden. Multiplizieren hierzu die erfassten Verbrauchsdaten mit dem Umrechnungsfaktor des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

3. Vorgaben des EnEfG umsetzen


Sofern der ermittelte durchschnittliche Energieverbrauch in den letzten drei Kalenderjahren 7,5 GWh übersteigt, sind Sie verpflichtet, ein Energie- oder Umweltmanagementsystem (DIN EN ISO 50001 oder EMAS) einzurichten und Umsetzungspläne für alle als wirtschaftlich identifizierten Energieeinsparmaßnahmen zu erstellen und zu veröffentlichen.

Unser Angebot für Unternehmen der Transportlogistik

Der Ausgangspunkt für sämtliche Klimaschutzmaßnahmen ist eine transparente Erfassung der verursachten CO2-Emissionen des Unternehmens (CO2-Bilanz/ Corporate Carbon Footprint) oder einzelner Sendungen. Denn nur wenn Sie wissen, welche Emissionsquellen im Unternehmen vorhanden sind und welchen Anteil diese haben, können zielgerichtete Maßnahmen zur langfristigen Reduktion von Treibhausgasemissionen entwickelt und umgesetzt werden. Sehr gerne unterstützen wir Ihr Unternehmen bei der zielgerichteten Berechnung und Kommunikation der verursachten Treibhausgasemissionen für das komplette Unternehmen und/ oder auf Sendungsebene.

Ist Ihr Unternehmen betroffen? Bei uns bekommen Sie Klarheit!

Gemäß Empfehlung 2003/361 der Kommission sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) definiert als Unternehmen, deren Personalbestand und wirtschaftliches Gewicht folgende Grenzwerte nicht überschreiten: • Ein mittleres Unternehmen hat bis zu 250 Mitarbeiter, einen Umsatz von bis zu 50 Mio. EUR und eine Bilanzsumme von bis zu 43 Mio. EUR; • Ein kleines Unternehmen hat bis zu 50 Mitarbeiter und einen Umsatz bzw. eine Bilanzsumme von bis zu 10 Mio. EUR; • Ein Kleinstunternehmen hat bis zu zehn Mitarbeiter und einen Umsatz bzw. eine Bilanzsumme von bis zu 2 Mio. EUR. Sofern Ihr Unternehmen den Grenzwert für mittlere Unternehmen überschreitet, werden Sie automatisch als großes Unternehmen eingestuft.
Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und bin damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung und Beantwortung meiner Anfrage benutzt.

Das sollten Sie jetzt tun


Energieträger Umrechnungsfaktor (Stand: 03.06.2024)
Diesel 9,96 kWh pro Liter
Kraftstoff 9,02 kWh pro Liter
Heizöl 10,60 kWh pro Liter
Flüssiggas (z.B. LNG oder CNG) 14,06 kWh pro Kilogramm

 


Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh in den Jahren 2020, 2021 und 2022:

Ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) oder Umweltmanagementsystem (EMAS) muss bis zum Ablauf des 18. Juli 2025 eingerichtet sein.

Unternehmen mit einem Gesamtenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh in den Jahren 2021, 2022 und 2023:

Ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) oder Umweltmanagementsystem (EMAS) muss innerhalb einer Frist von 20 Monaten, ab dem der Schwellenwert von 7,5 GWh überschritten wurde, eingerichtet werden.

Fragen und Antworten zur EnEfG und zum EDG-L

Gibt es Ausnahmen für kleine und mittlere Unternehmen?

Nein, das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) orientiert sich ausschließlich am durchschnittlichen Gesamtenergieverbrauch der letzten drei Kalenderjahre der Unternehmen. Dabei wird keine Unterscheidung anhand der Unternehmensgröße gemacht, d.h. die Pflicht zur Einrichtung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems gilt für alle Unternehmen, die einen durchschnittlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 7,5 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr in den letzten drei Kalenderjahren vorweisen.

Welche Fristen zur Einrichtung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems gelten für mein Unternehmen?

Die Einrichtung eines Energie- oder Umweltmanagementsystem muss spätestens 20 Monate, nachdem das Unternehmen die Schwellenwerte von 7,5 GWh überschritten hat, abgeschlossen sein. Die Frist zur Statusfeststellung der Kalenderjahre 2020, 2021 und 2022 ist bereits am 18. November 2023 abgelaufen, d.h. Unternehmen mussten den Gesamtenergieverbrauch für die Jahre 2020, 2021 und 2022 bis zu diesem Stichtag ermitteln, daher existieren aktuell zwei verschiedene Fristen bzgl. der Umsetzung der Anforderungen des EnEfG:

 

  1. Unternehmen, die den Schwellenwert in den Kalenderjahren 2020, 2021 und 2022 überschritten haben
    Unternehmen, die bis zum Ablauf des 17. November 2023 den Status eines Unternehmens nach Absatz 1 erlangt haben, müssen ein Energie- oder Umweltmanagementsystem bis zum Ablauf des 18. Juli 2025 eingerichtet haben.
  2. Unternehmen, die den Schwellenwert nicht in den Kalenderjahren 2020, 2021 und 2022 überschritten haben
    Unternehmen, die ab dem 18. November 2023 den Status eines Unternehmens nach Absatz 1 erlangen, müssen ein Energie- oder Umweltmanagementsystem spätestens 20 Monate nach dem Zeitpunkt, zu dem sie diesen Status erlangt haben, eingerichtet haben. Der Stichtag ist der 1. Januar des auf ein abgeschlossenes Kalenderjahr folgenden Kalenderjahres. Falls ein Unternehmen beispielsweise nach dem 31. Dezember 2023 am 1. Januar 2024 einen durchschnittlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 7,5 GWh/a feststellt, muss es innerhalb einer Frist von 20 Monaten bis spätestens zum 1. September 2025 ein EMS oder UMS einzurichten und zu betreiben.

Wer ist zur Durchführung eines Energieaudits gem. §1 EDL-G verpflichtet?

Die Pflicht zur Durchführung eines Energieaudits gilt für alle Unternehmen, die keine Kleinstunternehmen, kleinen und mittleren Unternehmen im Sinne der Empfehlung 2003/361/EG der Kommission vom 6. Mai 2003 [...] sind. Dies betrifft aktuell (04.06.2024), ausschließlich Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen oder einen Umsatz von über 50 Mio. EUR oder eine Bilanzsumme von über 43 Mio. EUR ausweisen.

Was ändert sich bei der Energieauditpflicht, wenn der Gesetzentwurf zur Änderung des EDL-G in Kraft tritt?

Am 22. Mai 2024 hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Änderung des Gesetzes über Energiedienstleistungen und andere Effizienzmaßnahmen (EDL-G) und zur Änderung des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) beschlossen. Die Änderungen sehen vor, dass zukünftig, Unternehmen mit einem Energieverbrauch von mehr als 2,77 GWh pro Jahr, der Energieauditpflicht unterliegen. Als Faustregel gilt: Ab einem Kraftstoffverbrauch von durchschnittlich ca. 278.000 Litern (Diesel) haben Sie einen Energieverbrauch von mehr als 2,77 GWh.

Was ändert sich bei den Umsetzungplänen, wenn der Gesetzentwurf zur Änderung des EnEfG in Kraft tritt?

Was muss alles bei der Ermittlung des Gesamtenergieverbrauchs gem. EnEfG berücksichtigt werden?

Die Ermittlung des Gesamtendenergieverbrauchs muss alle im Eigentum befindlichen, selbst genutzten sowie alle angemieteten Gebäude und Standorte, an denen Energie verbraucht wird und alle weiteren, zum Unternehmen gehörenden Energieverbraucher (Anlagen, Prozesse, Fuhrpark, etc.) umfassen. Ein verpflichtetes Unternehmen ist dabei immer die kleinste rechtlich selbständige Einheit, die aus handels- und/oder steuerrechtlichen Gründen Bücher führt und bilanziert, einschließlich ihrer Zweigniederlassungen, Filialen und Betriebe bzw. Betriebsteile. Rechtlich selbständige Tochtergesellschaften gelten in diesem Sinne als eigene Unternehmen.

Wer kontrolliert die Einhaltung des EnEfG und der EDG-L?

Dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde die Überprüfung der Durchführung von Energieaudits im Rahmen des § 8c Absatz 2 EDL-G und die Kontrolle der Einführung und Betrieb eines EMS / UMS ab 7,5 GWh/a gemäß den Vorgaben des § 8 EnEfG sowie die Kontrolle der Einhaltung zur Erstellung und Veröffentlichung von Umsetzungsplänen ab 2,5 GWh/a gemäß den Vorgaben des § 9 EnEfG, übertragen. Die Überprüfung der gesetzlichen Verpflichtungen nach dem EDL-G und der EnEfG erfolgen dabei im Rahmen einer Stichprobekontrolle über den elektronischen Kommunikationsweg.

Mit welchen Bußgeldern und Sanktionen sind bei Verstößen gegen das EnEfG und die EDG-L zu rechnen?

Ordnungswidrigkeiten für Unternehmen, die ein Managementsystem (EMS/UMS) nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig eingerichtet haben, können mit bis zu 100.000 Euro geahndet werden. Dies gilt ebenfalls für die nicht, nicht richtige, nicht vollständige oder nicht rechtzeitige Erstellung, Bestätigung und Veröffentlichung von Umsetzungsplänen für die wirtschaftlichen Endenergieeinsparmaßnahmen, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden können.

Führen Unternehmen, die nach § 1 EDL-G dazu verpflichtet sind, ein Energie-Audit durchzuführen, dieses nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht regelmäßig durch, kann die mit einer Geldbuße von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Bei den Fristen zur Umsetzung der Vorgaben des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG), müssen Sie zwei wichtige Daten kennen.

a.) Unternehmen überschreitet den Schwellenwert in den Kalenderjahren: 2020, 2021 und 2022
Die Frist zur Statusfeststellung der Kalenderjahre 2020, 2021 und 2022 ist bereits am 18. November 2023 abgelaufen, d.h. Unternehmen mussten den Gesamtenergieverbrauch für die Jahre 2020, 2021 und 2022 bis zu diesem Stichtag ermitteln. Sofern der Gesamtenergieverbrauch in jedem dieser drei Jahre mehr als 7,5 GWh betragen hat, muss ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) oder Umweltmanagementsystem (EMAS) bis zum Ablauf des 18. Juli 2025 eingerichtet sein.

b.) Unternehmen überschreitet den Schwellenwert ab dem Betrachtungszeitraum 2023:
Sofern ein Unternehmen am 01.01.2024 feststellt, dass der Gesamtenergieverbrauch der letzten drei Kalenderjahre (z.B. 2021, 2022 und 2023) in jedem dieser drei Jahre mehr als 7,5 GWh betragen hat, muss ein Energiemanagementsystem (ISO 50001) oder Umweltmanagementsystem (EMAS) innerhalb einer Frist von 20 Monaten, ab dem der Schwellenwert von 7,5 GWh überschritten wurde, eingerichtet werden.

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